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Willkommen auf der Homepage des HAUSES DER STILLE Berlin,
dem Meditations- und Einkehrhaus

Neuer Standort (übergangsweise): Gierkeplatz 4, 10585 Berlin

(Standort bis 31.12.2010: Am Kleinen Wannsee 9, 14109 Berlin) 

 

Mit dem Monatsspruch für Februar 2012 grüßen wir unsere Leser!

"Alles ist erlaubt - aber nicht alles nützt.

Alles ist erlaubt - aber nicht alles baut auf.

Denkt dabei nicht an Euch selbst, sondern an die anderen."

1. Korintherbrief, Kap. 10, Verse 23-24

 

 

Freiheit hat ihre Grenze an der Freiheit der anderen, so sagt es der Apostel.

Jedoch: Bezeichnet der Gegensatz zwischen dem zweimaligen „Alles (ist erlaubt)“ zum zweimaligen „Aber (nicht alles …)“ nicht einen unauflöslichen Widerspruch?

Wenn meine Freiheit begrenzt ist, ist sie dann nicht beeinträchtigt?

Ist sie dann überhaupt noch Freiheit? Wie kann ich beides leben, meine Freiheit uneingeschränkt und als vom anderen, von allen anderen Wesen eingeschränkte Freiheit?

 

Auch Martin Luther formuliert zwei Sätze, die in ähnlicher Weise „stracks widereinander“ sind: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan.

Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

Er führt aus, dass wir in der Beziehung zu Gott, wenn wir Glauben haben, ihm gleichförmig werden können, so dass wir sogar „Gottes mächtig“ werden.

In Gott haben wir alles. Deshalb kann Paulus im Römerbrief (8, 28) sagen: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“

Nach christlicher Tradition ist Freiheit, die sich an der Freiheit des anderen orientiert und sich davon begrenzen lässt, keine Minderung, sondern im Gegenteil erst wahre Freiheit. Christus „äußert sich all seiner G'walt, / wird niedrig und gering / und nimmt an sich ein‘s Knechts Gestalt …“

Gott selbst, der sich in seiner Freiheit an uns Menschen und an seine Schöpfung bindet, hat durch seine Liebe diese Form der Freiheit vor einer absoluten Freiheit um ihrer selbst willen geadelt. Eine Kernaussage der Bibel ist, dass die Ohnmacht der Liebe Gottes, zu der Gott sich um der Menschen willen entschieden hat, mächtiger ist und mehr vermag als jede Allmacht, die alles Niedrige ausgrenzen muss.

Meister Eckhart hat in einer Predigt über den Besuch Jesu bei den beiden Schwestern Maria und Martha die Überlegung angestellt, ob Maria, die sich einfach zu Jesu Füßen setzt und sich dadurch der Kontemplation widmet, das bessere Teil erwählt hat oder Martha, die Jesus dient und die deshalb in der Auslegungstradition die diakonische Existenz verkörpert. Meister Eckhart ist zu dem Schluss gekommen, dass Maria eine höhere Reife erlangt hat, weil sie die kontemplative Lebensgestaltung schon verwirklicht hat und in ihrem Lebensvollzug beide Formen in sich vereinigt. Indem sie die Sorge um das Wohl der Menschen in die Kontemplation integrierte, hat Martha diese Lebensform zu einer höheren Entwicklungsstufe geführt.

So ruft uns auch der Apostel Paulus auf: Lebt Eure Freiheit nicht für Euch allein, sondern stellt sie in den Dienst der anderen Menschen, der anderen Geschöpfe!

So wird Euer ganzes Leben Gott ähnlicher!

 

Pfarrer i.R. Dr.Udo Hofmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Das HAUS DER STILLE BERLIN wurde 1965 von Pfarrer Eugen Weschke und der Ev. Gabrielsgilde gegründet. Nach 46 Jahren erfolgreicher Meditations-und Einkehrarbeit musste es zum 31.12.2010 schließen. Die Kirchenleitung der Ev. Kirche-Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hatte im September 2010 beschlossen, den Mietvertrag nicht mehr zu verlängern um die Immobilie zu veräußern.

 

Obwohl der Trägerkreis Haus der Stille e.V. zurzeit über kein eigenes Haus verfügt, wird die Meditations-und Kontemplationsarbeit an unterschiedlichen Orten fortgesetzt.

 

Es gibt für 2012 ein Programm auf dieser Homepage, das ständig aktualisiert wird. Anmeldungen nehmen die Kursleiter selbst entgegen.

Besonders hinweisen möchten wir Sie auf:

1. Vortrag und Seminar am Sonntag, dem 12.02.2012, 14-19 Uhr zum Thema: "Zur Universalität mediterraner Geschichte, Literatur und Kultur: Gesichter der Renaissance und der Frühen Neuzeit - Erbschafdt der Renaissance und des Humanismus bis in unsere Zeit" mit Herrn Dr. Michael Foerster-Espirel

Ort: Ev. Luisengemeinde, Gierkeplatz 2, 10585 Berlin

Anmeldung: info@haus-der-stille.de und foerster-espirel@web.de

 

2.  Kurzexerzitien (4 Tage) mit Pfr. i.R. Dr. Udo Hofmann

Beginn: Montag, 18.02.2012, 14.30 Uhr

Ende:    Freitag, 22.02.2012, 13.30 Uhr

Ort:       Stift Urach

     Stift Urach

Bismarckstr. 12, 72574 Bad Urach

Tel.: 07125 / 9499-0; Fax: 07125 / 9499-99

www.stifturach.deinfo@stifturach.de

  Anmeldung: udohofmann111@googlemail.com

 

3. "Schweigen und Meditation" mit Ellen Heienbrok

Ort: "Haus der Stille Raum"  im Dr.-Margarete-Sommer-Haus
Alt-Lietzow 31, 10587 Berlin
Treffpunkt:  an der Pforte

Termin: 4. Februar 2012 (Meditationsreihe für Fortgeschrittene)

Zeit: 10 - 17 Uhr.

Weitere Termine: 17.03., 14.04., 19.05., 09.06., 22.09., 13.10., 10.11., 01.12.

Anmeldung: Ellen Heienbrok, Tel: 030-34 787 361 oder e.heienbrok@web.de oder info@haus-der-stille.de

 

 

 Weitere Kurse finden Sie unter Programm 2012/ Februar!

Der Vorstand HAUS DER STILLE BERLIN

 


 

Haus der Stille - Tel. 030-8053064 - E-Mail info@haus-der-stille.de

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